Größter Forschungsskandal: Tod durch Luftröhren-Transplantation

2011 wurde am Karolinska-Institut in Stockholm dem ersten Patienten eine spezielle künstliche Luftröhre eingesetzt. Der Eingriff des weltberühmten Chirurgen Paolo Macchiarini wurde als Sensation gefeiert. Doch inzwischen sind sechs Patienten verstorben. Alles deutet auf einen Forschungsskandal hin – der Star-Chirurg soll Ergebnisse seiner Luftröhren-Transplantationen geschönt und das Leben von Patienten aufs Spiel gesetzt haben.

In Schweden erschüttert ein Forschungsskandal das renommierte Karolinska-Institut, das alljährlich den Nobelpreis für Medizin vergibt. Der Chirurg Paolo Macchiarini hatte dort zwischen 2011 und 2012 mehreren Patienten eine künstliche Luftröhre eingesetzt und später auch Menschen in Russland operiert. Mindestens sechs der acht Patienten starben, mindestens eine der beiden Überlebenden muss weiterhin intensivmedizinisch betreut werden.

Eine Fernseh-Dokumentation des Schwedischen Fernsehens hat den Fall im Januar öffentlich gemacht und aufgezeigt, dass auch die Leitung des Karolinska-Instituts tief in den Fall verwickelt ist. In der vergangenen Woche ist bereits der Generalsekretär der Nobelversammlung zurückgetreten.

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