„Entscheidend ist die Entscheidung“ – ein Film von Junge Helden über alte Lügen

Vor ein paar Tagen wurde der neue Organspende-Film, „Entscheidend ist die Entscheidung“, von den Jungen Helden vorgestellt.

Nun, was soll man zu diesem Film sagen? Schlicht und einfach: er ist einseitig. Dieser Film soll angeblich über Organspende aufklären, doch man kann wohl kaum über „Aufklärung“ sprechen, wenn immer nur die positive Seite „verkauft“, die Nachteile und Risiken der Organspende jedoch mit keinem Sterbenswort erwähnt werden.

In einem Punkt hat der Film jedoch recht: „Entscheidend ist die Entscheidung“, ABER auf Basis welchen „Wissens“, das angeblich mit diesem Film vermittelt werden will, soll denn diese Entscheidung – realistisch – getroffen werden? Wie kann von ehrlicher Aufklärung gesprochen werden, wenn Fakten weggelassen werden, die die Entscheidung beeinflussen würden? Wieso wird die Kontra-Seite nicht mit der gleichen Intensität beworben, wie die Pro-Seite?

Das Reizvolle an diesen Partys ist das Leichte, es geht nicht um lückenlose Aufklärung“, sagt Winterscheidt.

orgaNOs: Na bitte, endlich einmal eine ehrliche Antwort – im Vordergrund steht also die Party – die sogenannte „Aufklärung“, die nicht lückenlos sein muss, also mit anderen Worten, Lücken aufweisen darf (!), ist jedoch nebensächlich. Nicht ganz uninteressant zu erwähnen bei einem Video, das sich „Aufklärungsfilm“ nennt bzw. die Jungen Helden ja von sich behaupten: „Ein Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, über das Thema Organspende aufzuklären“.

So heißt es weiter im Film: „Ziel von Junge Helden, dass sich möglichst viele Menschen über das Thema Organspende informieren (..) und sich auf Basis Wissen entscheiden, ob sie spenden möchten oder nicht..“

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