Organraub in China: bis zu 1,5 Millionen Morde durch Ärzte …

Geschäfte des Grauens

Originalartikel von Die Tagespost hier zu lesen

Erstmals hat das Europaparlament mit großer Mehrheit eine „Schriftliche Erklärung“ gegen den Organraub in China angenommen. Fast 400 Abgeordnete unterschrieben die von dem Europaabgeordneten Arne Gericke (Familien-Partei) und elf weiteren Kollegen aus vier Fraktionen initiierte Resolution. Für den Menschenrechtspolitiker Gericke ist das ein wichtiges Zeichen: „Europa macht klar, dass wir die staatlich genehmigten Organentnahmen und das damit verbundene Leid, die Ermordung zehntausender Menschen nicht dulden. Wir fordern Aufklärung von China und ein Ende dieses menschenverachtenden, milliardenschweren Handels.“ Betroffen seien davon neben Anhängern des Falun Gong auch Christen, Tibeter und Uiguren.

Initiiert wurde die Schriftliche Erklärung 48/2016 nach einem Treffen mit Betroffenen im Europaparlament: „Ich habe Fotos gesehen, Berichte unter Tränen, unglaubliches Leid – und es besteht für mich kein Zweifel“, sagt Arne Gericke: „Der organisierte und offensichtlich staatlich tolerierte Organraub ist traurige Realität. Wir sprechen von bis zu 1,5 Millionen Morden durch Ärzte, staatlich gefördert.“

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Transplantation als lebenslange Last …

Vor fünf Jahren wurden Charla Nash beim Angriff eines Schimpansen Augenlider, Nase, Lippen und Hände abgerissen. Sie erhielt eine totale Gesichtstransplantation, die dritte ihrer Art in den USA überhaupt. Nun stößt ihr Körper das Gesicht immer mehr ab – ein weltweit einmaliger Fall (Originalartikel von Deutschland Radio Kultur, Peter Kaiser).

Die ersten Gesichtstransplantationen begannen 2005 mit der Verpflanzung von Nasen, Kinn, Lippen und Wangen. Im Dezember 2008 wagte die Chirurgin Maria Simionow an der Cleveland Clinic in Ohio zum ersten Mal die Transplantation eines fast ganzen Gesichtes. Sie verpflanzte 80 Prozent des Gesichtes. Maria Simionow sagte damals zu dem Eingriff:

„Die Techniken sind bekannt, und sie werden täglich eingesetzt. Sie beinhalten das Ernten der Haut als Hauptkomponente. Es geht nicht darum, das Gesicht von jemandem zu nehmen und es auf einen anderen drauf zu setzen. Wir reden über die Hautummantelung, über Hauttransplantation.“

Transplantation als lebenslange Last

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Achtung Apple-User: automatischer iPhone-Organspende-Notfallpass!

Apple hat soeben sein neues iPhone Softwareupdate iOS 10 mit einem automatischen „Organspende-Notfallpass“ ausgestattet.

Dieser Notfallpass wurde in den Einstellungen automatisch bei „Organspende“ mit JA angegeben. Jeder iPhone-Nutzer ist somit jetzt automatisch ein Organspender.

Wenn man weiß, dass es diese Einstellung gibt, kann man es ändern, jedoch ist dies vielen Menschen nicht bewusst.

Rund 670 Millionen iPhones wurden seit 2013 weltweit verkauft. Das sind eine Menge Organspender auf einen Schlag. Die Daten werden automatisch in den USA von einer Organisation gespeichert und immer auf dem aktuellen Stand via Internet gehalten, wie der momentane Notfallpass eingestellt ist. Neben der Blutgruppe und privaten medizinischen Befunden, kann man allerlei zusätzliche Informationen preisgeben.

Hier die Anleitung zur Deaktivierung:
(Das neue iOS 10 Update-Programm; das Ihr aufgespielt habt, beinhaltet eine automatische Organspende-Freigabe!)

– Geht auf Telefon
– Kontakte
– Dein eigenes Profil (an erster Stelle) aufrufen
– Bis zum Ende scrollen
– ROTE Schrift: NOTFALLPASS anklicken
– Auf Organspender gehen
– Aufrufen und erkennen, dass er grundsätzlich mit !JA! angekreuzt ist
– Jetzt anklicken und auf NEIN Umstellung und Speichern

 

Forschungen zu Organspende-Kampagnen

Ja? Nein? Vielleicht?

Dr. Susanne Langer Kommunikation und Presse
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Originalartikel hier zu lesen)

Projekt erforscht Einstellungen zur Organspende

Seit zwei Jahren erforscht das Institut für Soziologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) in Kooperation mit dem Institut für Ethik und Geschichte der Medizin der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), was die Entscheidung gegen eine Organspende motiviert und welche Rolle die öffentliche Diskussion dabei spielt. Dafür interviewte das Projektteam 60 Personen aus dem gesamten Bundesgebiet, die einer Organspende skeptisch gegenüberstehen. Zusätzlich wurden über 80 Plakatmotive von Organspende-Kampagnen analysiert. Erste Ergebnisse der Studie werden bei der öffentlichen Podiumsdiskussion „Organspende zwischen Aufklärung und Reklame – ein Gespräch über Kampagnen, Medien und Kritik“ am Montag, 18. Juli, in der alten Universitätsbibliothek Erlangen diskutiert.

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Frankreich: Nebenwirkung Hirntod – ein Patient stirbt, fünf werden krank …

Bei einer klinischen Studie für ein neues Medikament stirbt ein Patient, fünf werden krank. Wer trägt dafür Schuld ?

Originalartikel von Christina Berndt Süddeutsche. de

Ein Mann starb, fünf weitere kamen mit Hirnschäden in die Klinik – und doch war alles regelkonform. Zu diesem Schluss kommt die französische Generalinspektion für Soziale Angelegenheiten (Igas) in ihrem Abschlussbericht zu dem tragischen Medikamententest, der sich im Januar in Rennes ereignete. Die Standards für klinische Studien seien eingehalten worden, betonte Gesundheitsministerin Marisol Touraine: „Der Abschlussbericht bestätigt, dass die Bedingungen, unter denen die Studie zugelassen wurde, nicht gegen bestehendes Recht verstießen.“

Damit entlastet Touraine nicht nur die Firma Biotrial, die den tödlichen Test im Auftrag des portugiesischen Pharmaherstellers Bial durchführte, sondern auch die französische Arzneimittelbehörde ANSM. Fachleute üben Kritik an dem Studienprotokoll. Denn die sechs Männer, die als Letzte den neuartigen Wirkstoff in besonders hoher Dosis erhielten und dadurch schwer erkrankten, bekamen die noch weithin unerforschte Substanz gleichzeitig. Wären sie nacheinander behandelt worden, wäre manches Elend wohl verhindert worden.

So aber erhielten fünf Probanden die Testarznei sogar noch, als es dem 49-jährigen Guillaume Molinet schon schlecht erging. Wie die anderen Probanden hatte der Sänger, Maler und Dichter sich der Forschung vor allem wegen der 1900 Euro zur Verfügung gestellt, die er dafür bekam. Dass die Arznei namens BIA 102474 gegen neurodegenerative Krankheiten wie Parkinson helfen sollte, war für ihn ebenso wie für seine Mitprobanden belanglos. Alle waren gesund. An ihnen wollte man testen, wie viel BIA 102474 Menschen vertragen.

Weniger als gedacht, wie sich bald herausstellte: Drei Tage nach Studienbeginn, am 10. Januar, erlitt Molinet Seh- und Sprachstörungen, in seinem Gehirn kam es zu Blutungen. Dennoch verabreichten die Ärzte den fünf anderen Probanden am nächsten Tag erneut die Substanz – unter ihnen auch dem 42-jährigen Stéphane Schubhan, Vater von fünf Kindern. Als dieser über Sehstörungen und Kopfschmerzen klagte, hätten die Ärzte im Studienzentrum ihm nur geraten, er solle Paracetamol nehmen, sagte Schubhan später. „Sie wollten mich abwimmeln.“ Bis heute sehe er doppelt, leide unter Schwindel und Unwohlsein. Molinet starb am 17. Januar.

Trotz der Klagen der Probanden unternahm die Firma Biotrial tagelang nichts. Erst am 14. Januar, als schon fünf der sechs Männer unter neurologischen Ausfällen litten, informierte sie die Aufsichtsbehörde. Das sei zu spät gewesen, kritisierte Ministerin Touraine. Auch rügte sie die Herstellerfirma Bial, weil diese nicht auf besondere Risiken hinwies. Aber gegen die Gesetze hätten beide damit nicht verstoßen, da diese einen gewissen Spielraum lassen.

Immerhin, so viel stellt die Ministerin doch fest: Wenn bei diesem fatalen Medikamententest alles regelkonform war, dann müssen die Regeln wohl verschärft werden. Künftig sollen Gesundheitsämter regelmäßig die Studienzentren kontrollieren und monatlich Berichte über Nebenwirkungen abfragen. Zudem soll die Unabhängigkeit der Ethikkommissionen, die Arzneistudien an Menschen zulassen, gestärkt werden. Pharmafirmen dürfen darin nicht mehr vertreten sein. Tatsächlich saß in der zuständigen Kommission in Brest ein Biotrial-Mann.

Südtirol: Contra Organspende

In einer Vortragsreihe setzt man sich in Südtirol diese Woche kritisch mit der Organspende auseinander.

Von Christoph Franceschini (salto.bz)

Neue Organspende-Kampagne: Konflikt mit Buddhismus …?

„Keine Ausreden. Entscheide dich jetzt!“

Unter diesem Motto steht die neue Organspende-Kampagne bei der u.a. Sissi Perlinger für die Organspende wirbt.

Wieder einmal soll Humor von der Ernsthaftigkeit dieses kontroversen Themas ablenken, um Menschen mit Nachdruck zu einer Entscheidung zu drängen, ohne aber gleichzeitig (wie immer) alle wichtigen Aspekte (also auch die schwerwiegenden Gegenargumente) aufzuzeigen.

Sissi Perlinger bezieht sich in ihrem Spot auf die Tibeter (Zitat: „… und der Tibeter, der kennt sie aus…“) – an dieser Stelle eine interessante Frage (zum Nachdenken):

Wie können Buddhisten eine Organspende ruhigen Gewissens vertreten, wenn der Stillstand der Atmung für Buddhisten nicht den Tod bedeutet?

Im Leichnam sind vielmehr noch Energien vorhanden, und der Geist muss gemäß buddhistischer Lehre noch vier Phasen bis zur Auflösung durchlaufen. Der Körper des Verstorbenen sollte daher einige Zeit, im Tibetischen Buddhismus sogar drei Tage, völlig in Ruhe gelassen werden. Er soll nicht berührt werden – so sollten z.B. auch die Augen nicht zugedrückt werden, da damit die Sterbeprozesse beendet werden.

Besteht hier also nicht ein Konflikt, eine sofortige Organentnahme durchzuführen bzw. wie soll eine Organentnahme ablaufen, ohne nicht dabei die buddhistischen Lehren zu verletzen …???

Organe von einem „echten“ Toten, bei dem jegliches Leben aus seinem Körper gewichen ist und man warten muss, bis dieser kalt, bleich und steif geworden ist, sind unbrauchbar für einen Organempfänger. Organe müssen stattdessen aus einem noch „frischen“, lebenden Körper, bei dem die lebenserhaltenen Abläufe noch intakt sind, entnommen werden!

Wie löste man dieses gravierende Dilemma? Schließlich kann man doch nicht an einem Menschen bei lebendigem Leibe „herumschnippeln“. Nun, ganz einfach. Indem künstliche Rahmenbedingungen und Kriterien geschaffen wurden, nach denen ein noch lebender Körper tatsächlich zu Tode definiert werden kann. Man behauptet einfach, dass er jetzt tot sei – und damit basta! Blutdruckanstieg, Schweißausbruch, Abwehrbewegungen, Lakrimation (Tränenbildung) etc. etc., das ignorieren wir jetzt alles – schließlich können sich „Tote“ neuerdings bewegen, sind ja alles nur „Reflexe“.

Nehmen wir nun einmal für einen Moment an, dass diese medizinisch (ja immer) eindeutigen Diagnosen und Behauptungen korrekt sind, nun dann sollten doch alle Mediziner weltweit auch der gleichen Meinung sein und auch überall die gleichen Todesdefinitionen und Regelungen gelten, nicht wahr? (wir wissen ja z.B. auch eindeutig, dass Rot rot ist, und nicht blau, oder?) Nun, dem ist aber nicht so. Ganz im Gegenteil.

Experten sind sich weder darüber einig, ab wann ein Mensch für „tot“ erklärt werden kann, ob überhaupt und ab wann Organe entnommen werden dürfen (Hirntod/Herztod/Kreislaufstillstand etc.), noch darüber, ob der Hirntod wirklich das Ende des Menschen bedeutet, noch darüber, ab wann Reanimationsversuche abgebrochen werden (die Zeitspanne bei Herzstillstand reicht international von 5 – 20 Minuten, so werden Sie beispielsweise in Spanien schon für tot erklärt, wobei in Deutschland noch weiter versucht wird, Sie wiederzubeleben), welche Diagnosekriterien selbst zur Anwendung kommen, und man ist sich auch international nicht darüber einig, wie ein jeweiliger Widerspruch (falls Sie mit einer Organentnahme nicht einverstanden sind) auszusehen hat.

Jedes Land hat seine eigenen Kriterien und Bedingungen zu allem und jedem aufgestellt – ein Beweis dafür, dass hier NICHTS einheitlich ist, alles nur eine Sache der „Definition“ und somit künstlich aufgestellte Regeln sind – und nicht, weil es eben so ist.

 

Abschließend möchten wir gerne noch einen Leserkommentar zur Organspende-Werbung generell einfügen, der uns diese Tage erreicht hat:

„…. Was ich ebenfalls grässlich und pervers an der Werbung für Organspenden finde, ist, dass dadurch einerseits ein gewisses Anspruchsdenken, andererseits geradezu Schuldgefühle / schlechtes Gewissen geschürt werden. Einem schwer kranken Menschen wird durch die verzerrte und falsche Darstellung vorgegaukelt, er habe beinahe schon etwas wie einen Anspruch auf ein Spenderorgan. Damit wird aber jegliche Eigenverantwortung ausgeblendet oder ausgeschaltet und der Wunsch nach einer echten Lösung und Heilung wird „ins Außen“ verlagert, als wenn man selbst gar nichts mit der eigenen Gesundung zu tun hätte. Es suchen wirklich nicht gerade viele Menschen zuerst bei sich selbst und in ihrem „Inneren“ nach der Ursache für ihre Symptome, Krankheit, Beschwerden und Probleme. Bei den meisten ist doch immer irgendwas oder irgendwer anderes „schuld“ am eigenen Unglück oder Elend.

Umgekehrt wird mir als einem möglichen Organspender ganz subtil ein schlechtes Gewissen oder Schuldgefühl untergeschoben, wenn ich meine Organe nicht spenden will (was gerade bei uns Deutschen auch immer wieder prächtig funktioniert). Die Gehirnwäsche funktioniert auch nicht nur in diesem Bereich bestens… „

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„Es handelt sich (bei der Transplantationsmedizin) um eine moderne Form des Kannibalismus. Der Mensch schöpft Kraft und gewinnt neues Leben aus fremden Organen. Er isst sie nicht selber auf, der moderne Mensch macht die Augen zu und lässt einverleiben.“

(zitiert aus „Der entseelte Patient“ von Anna Bergmann)

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