Organspende: Die verheimlichte Wahrheit — Terraherz

Mit einer Organspende nach dem eigenen Tod das Leben anderer retten – wer könnte schon etwas dagegen haben? Ist nicht das Fortleben eines anderen Menschen ein gewisser Trost für den eigenen Tod? Der bekannte Jurist Dr. Georg Meinecke ist entschieden anderer Meinung. Jahrzehntelang galt er als Deutschlands Patientenanwalt Nummer 1 und setzt sich seit seiner […]

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Organspende-Hintertür: die Angehörigen

In einigen Ländern, wie Deutschland und Schweiz beispielsweise, gilt Zustimmungsregelung (in DE jetzt Entscheidungslösung), was bedeutet, dass Organe grundsätzlich nicht ohne Ihre Zustimmung entnommen werden dürfen. Das ist der eine Weg – der direkte Weg.

Fehlt allerdings eine solche Entscheidung des Spenders (bzw. ist er noch minderjährig), wird eine andere Richtung eingeschlagen, sozusagen „von hinten rum“ – über die Angehörigen, die diese gravierende Entscheidung ebenfalls treffen dürfen bzw. leider müssen und Sie somit auch gegen Ihren Willen gespendet werden können.

Ein Großteil der Organspende-Freigaben erfolgt über Angehörige.

Wichtige Anmerkung:
Gern praktizierte Vorgehensweise, auf internationaler Basis, ist übrigens, dass TROTZ vorhandener schriftlicher Erklärung des Spenders, bei der Familie weiter „nachgefragt“ wird, um eine Organspende-Freigabe zu erwirken.

 

Nachfolgender Film zeigt deutlich auf, welche Belastung eine solche Organspende-Entscheidung grundsätzlich für die Familie bedeutet und welche verheerenden Konsequenzen damit verbunden sein können.

Film: Hirntod – Tod bei lebendigem Leib
Was geschah mit Lorenz Meyer?

Ein Film von Silvia Matthies

Welches Trauma eine Organentnahme für die Angehörigen des Spenders bedeuten kann, zeigt der Fall des 15-jährigen Lorenz Meyer. Die Eltern wurden bereits eine Nacht nach der Einlieferung ihres Sohnes in eine Schweizer Klinik mit der Frage nach Organentnahme konfrontiert. In ihrer Verzweiflung stimmten sie trotz aller Vorbehalte der Entnahme der Nieren zu. Ein Schritt, den sie im Nachhinein bitter bereuen sollten.

Auszug aus dem Video:
Kann Gisela Meyer heute noch nachvollziehen, warum sie und ihr Mann letztendlich doch mit der Entnahme der Nieren einverstanden waren?

G.M.: „Weil wir nicht aus noch ein wussten. Wirklich. Und weil man in so einer Abhängigkeit von diesen Ärzten ist. Man denkt auch in diesem Moment noch, irgendwie tun sie doch alles für das Kind. Und man ist in diesem Zusammenbruch, in diesem Schockzustand, man realisiert das doch überhaupt nicht richtig, dann ist man auch in so einer Abhängigkeit und tut alles sozusagen, nur damit sie das Beste für das Kind tun.

So war auf jeden Fall unsere Haltung, auch schrecklich untertänig, schrecklich abhängig. Also, ich wünschte, ich hätte gesagt hier: Raus, das ist meine Zeit, wenn mein Kind wirklich sterben muss, dann ist das meine Zeit.“

Das Krankenhaus hat den Eltern versprochen, dass sie am Abend noch in Ruhe Abschied von Ihrem Sohn Lorenz nehmen können. Völlig verzweifelt fahren die Eltern wieder in ihr Urlaubsquartier. „Ein schrecklicher Tag“, sagt die Mutter, „wir waren wie gelähmt.“

Am Abend machen sich die Eltern wieder auf den Weg in die Klinik. Dort angekommen müssen sie zunächst schockiert feststellen, dass die Krankenschwester sie nicht einmal kennt. Man schiebt die Eltern in einen fensterlosen Raum ab, wo sie dort für 1 ½ Stunden warten müssen … – hinterher stellten sich die Eltern die Frage: Was ist in diesen 1 ½ Stunden passiert….??

Link zum Film:

„Warum schweigen die Lämmer?“ Techniken des Meinungs- und Empörungsmanagements

Dies ist ein sehr interessanter Vortrag, der an der Christian Albrechts Universität Kiel, am 22.06.2015, abgehalten wurde:

„Warum schweigen die Lämmer?“ Demokratie, Psychologie und Empörungsmanagement.
Prof. Dr. Rainer Mausfeld

Die gleichen Techniken werden beim Thema der Organspende angewendet, um – wie es im Vortrag heißt – „Fakten, die empören würden, unsichtbar zu machen“ …

 

„Entscheidend ist die Entscheidung“ – ein Film von Junge Helden über alte Lügen

Vor ein paar Tagen wurde der neue Organspende-Film, „Entscheidend ist die Entscheidung“, von den Jungen Helden vorgestellt.

Nun, was soll man zu diesem Film sagen? Schlicht und einfach: er ist einseitig. Dieser Film soll angeblich über Organspende aufklären, doch man kann wohl kaum über „Aufklärung“ sprechen, wenn immer nur die positive Seite „verkauft“, die Nachteile und Risiken der Organspende jedoch mit keinem Sterbenswort erwähnt werden.

In einem Punkt hat der Film jedoch recht: „Entscheidend ist die Entscheidung“, ABER auf Basis welchen „Wissens“, das angeblich mit diesem Film vermittelt werden will, soll denn diese Entscheidung – realistisch – getroffen werden? Wie kann von ehrlicher Aufklärung gesprochen werden, wenn Fakten weggelassen werden, die die Entscheidung beeinflussen würden? Wieso wird die Kontra-Seite nicht mit der gleichen Intensität beworben, wie die Pro-Seite?

Das Reizvolle an diesen Partys ist das Leichte, es geht nicht um lückenlose Aufklärung“, sagt Winterscheidt.

orgaNOs: Na bitte, endlich einmal eine ehrliche Antwort – im Vordergrund steht also die Party – die sogenannte „Aufklärung“, die nicht lückenlos sein muss, also mit anderen Worten, Lücken aufweisen darf (!), ist jedoch nebensächlich. Nicht ganz uninteressant zu erwähnen bei einem Video, das sich „Aufklärungsfilm“ nennt bzw. die Jungen Helden ja von sich behaupten: „Ein Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, über das Thema Organspende aufzuklären“.

So heißt es weiter im Film: „Ziel von Junge Helden, dass sich möglichst viele Menschen über das Thema Organspende informieren (..) und sich auf Basis Wissen entscheiden, ob sie spenden möchten oder nicht..“

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Video: Spanien – Der Kampf um die 6jährige Marina

Folgendes Video wurde uns mit freundlicher Genehmigung von
Dr. med. Regina Breul und Silvia Matthies zur Verfügung gestellt:

Ein Film über Hirntod-Falschdiagnose, ärztliche Skrupellosigkeit und gewaltsames Vorgehen

„Warum musste Marina sterben?“

 

Auszüge aus dem Film:
Offiziell wurde Marina seit März 2012 von den Ärzten als hirntot erklärt. Doch ihre Mutter, eine spanische Ärztin, zweifelte an der Diagnose. Laut Ärzten sei nichts mehr zu machen, außer eine Organspende, der die Mutter aber nicht zustimmte.

Später erfährt die Mutter aus den Akten, dass die Ärzte Marina immer wieder Atropin spritzten. Ein auch in Deutschland gängiges Mittel, den Verdacht auf Hirntod zu bestätigen. Darüber hinaus erhielt Marina die 3-fache Dosis der für sie verträglichen Menge und verursachten dadurch ein Ödem in ihrem Gehirn.

Trotz der Ablehnung der Mutter, ihr Kind für eine Organspende freizugeben, wurde Marina hinter ihrem Rücken bei der ONT (nationale Organspenderorganisation) gemeldet. Eine Pflegekraft signalisiert der Mutter, dass man ihr Kind auf der Intensivstation bereits auf die Organentnahme vorbereitet. Daraufhin möchte die Mutter ihr Kind sofort aus dem Krankenhaus nehmen.

Das Krankenhaus ist zunächst nicht einverstanden und verlangt umfassende unterzeichnete Erklärungen seitens der Mutter, dass sie die Verantwortung übernehme, falls das Kind auf dem Transportweg sterben würde. Eine grotesk anmutende Situation: Ein bereits für tot erklärtes Kind, bei dem die Ärzte damit drohen, dass es auf dem Transport in eine andere Klinik sterben könnte.

Marina wird schließlich in ein anderes Krankenhaus verlegt. Dort wird sie aber nicht als Leiche, sondern als Koma-Patientin behandelt. Außerdem bestätigt das zweite Krankenhaus, dass Marina keinesfalls hirntot ist. Nach 3-wöchigem Aufenthalt ist der Zustand des Kindes besser geworden und die Mutter kann ihr Kind mit nach Hause nehmen.

Eines Tages teilt man der Mutter ohne ersichtlichen Grund mit, dass Marina auf richterliche Anweisung zur Abklärung in das Universitätsklinikum in Murcia verlegt werden müsse. Ausgerechnet dorthin, wo man sie 2 Monate zuvor für hirntot erklärt hatte und sie zur Organentnahme freigeben wollte. Die Ärzte dort bestehen weiterhin auf ihrer ursprünglichen Hirntod-Diagnose. Hinter dem Rücken der Mutter versuchen sie über das Gericht zu erwirken, dass das Beatmungsgerät abgeschaltet werden kann. Der Richter stimmt nicht zu.

Die Mutter kann gegen den Willen des Krankenhauses Marina mit nach Hause nehmen. Sie entschließt sich mit ihr eine neurologische Spezialklinik aufzusuchen, dort will sie die strittige Hirntod-Diagnose überprüfen lassen. Der Befund ergibt, dass eine Hirnaktivität vorhanden ist und Marina nicht hirntot ist. Das Universitätsklinikum in Murcia lag also falsch.

Marina macht aufgrund zahlreicher physiotherapeutischer Übungen durch die Mutter, kleine, aber sichtbare Fortschritte. Trotz alle dem, die folgenden Monate sind für die Mutter ein nicht enden wollender Albtraum. Immer wieder steht stundenlang ein Polizeiauto vor dem Haus, immer wieder muss sie sich mit Behörden und Gerichten auseinandersetzen. Mittlerweile hat die Provinz Murcia für Marina einen Totenschein ausgestellt. Aus diesem Grund wird dem „tot erklärten“ Kind jegliche ärztliche Behandlung verweigert.

Aussage der Mutter, Frau Dr. Garrido-Hartmann: „Ich denke, dass dürfte nicht sein, dass die Ärzte in jedem Krankenhaus so ein Recht auf das Leben von Patienten haben, dass die entscheiden können, wer leben soll und wer sterben soll. Dass sie entschieden hätten, die Marina sollte sterben und wir können das Beatmungsgerät abschalten. Ich dachte nicht, dass so etwas in Spanien passieren konnte. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass sie so entscheiden, nur weil ein kleines Kind im Koma ist, (…) und ich weiß nicht, warum sich Ärzte so etwas erlauben, also mit welchem Recht über das Leben von jemand anderem …?“

Wegen der rechtlich strittigen Situation wird Marina zwar weiterhin künstlich beatmet, aber ansonsten schlecht versorgt. Und obwohl der Entlassungsschein schon ausgefüllt ist, legt der Arzt aus unerfindlichen Gründen der für tot erklärten Marina ohne Zustimmung der Mutter noch ein Nadel-EEG. Eine unübliche Methode, die Schmerzen bereitet.

Die Mutter darf Marina schließlich wieder mit nach Hause nehmen, aber sie ist völlig auf sich allein gestellt.

Mitte Februar 2013 passiert es: Wie schon mehrmals zuvor, gibt es Probleme mit dem Beatmungsgerät. In ihrer Not alarmiert die Mutter den Notarzt. Der kommt auch, verweigert aber die Behandlung und jede noch so kleine Hilfestellung. Aber er telefoniert. Dann verlässt er kommentarlos das Haus. Dafür erscheint kurze Zeit später die Polizei. 8 Beamte der Guardia Civil versuchen sich gewaltsam Einlass durch die Terrassentür zu verschaffen

Klicken Sie hier zum Video: http://www.youtube.com/watch?v=wln3PuklYzA

 

Video: „Einfach“ widersprechen? – Organspende-Widerspruch im Fokus

Das neue orgaNOs Video soll Ihnen Einblicke in die Komplexität länderspezifischer Organspenderegelungen gewähren sowie die mitunter hochbürokratischen Auflagen für einen korrekten Widerspruch aufzeigen, die auch bei jeder Urlaubs- und Geschäftsreise zu berücksichtigen sind.

Dauer: 4 Minuten

Zum Start klicken Sie einfach auf das untere Bild.

 

„Einfach widersprechen?“ Organspende-Widerspruch im Fokus

„Warum sagt uns das keiner?“ – ab sofort gibt es eine neue animierte Darstellung von orgaNOs

 

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Organspende im Fokus – neue animierte Darstellung von orgaNOs

Diese wird Ihnen einen raschen Überblick über das gesamte Thema verschaffen. Sie werden hier über die wesentlichen Fakten, was sowohl Organspender als auch Organempfänger bei einer Organtransplantation durchmachen müssen, informiert.

Dauer: Ca. 4,5 Minuten
Klicken Sie zum Ansehen auf das obige Bild. Die Präsentation wird in einem neuen Reiter (Tab) geöffnet. Nach dem Laden klicken Sie einfach auf den Kreis mit Pfeil (siehe obige Grafik) in der Mitte.

Benutzen Sie danach bitte immer nur die RECHTE Pfeiltaste in der unteren Leiste, die kurz nach dem Laden gleich angezeigt wird, um die Präsentation in der vorgesehenen Reihenfolge abzuspielen.

Zum Start klicken Sie nun entweder auf das obige Bild oder auf folgenden Link:

http://www.organosprotection.com/im_fokus