Russland: 19-jähriges Organopfer – mehrfache Organentnahmen ohne Zustimmung

Aktuell in Russland: Mutter kämpft gegen Organentnahme bei ihrer toten Tochter (Originalartikel hier zu lesen)

Es war einer der düstersten Tage im Leben von Elena Sablina, als ihre Tochter Alina vor zwei Jahren bei einem Verkehrsunfall in Moskau ums Leben kam. Einen Monat später folgte der zweite Schock: Die Mutter erfuhr zufällig, dass ihrer toten 19-jährigen Tochter ohne Einwilligung der Familie sechs Organe zur Transplantation entnommen worden waren – darunter auch das Herz.

„Ich war entsetzt, dass meinem Kind ohne meine Zustimmung Organe weggenommen wurden“, sagt Sablina. Doch das Vorgehen war legal. Das russische Recht erlaubt Ärzten ausdrücklich, Toten ohne Information der Hinterbliebenen Organe zu entnehmen.

Ein Verstoß gegen die Menschenrechtskonvention?

Sablina klagte vor fünf russischen Gerichten erfolglos auf Schadenersatz. Kürzlich reichte sie auch vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg Klage ein. Sie macht geltend, dass die Organentnahme gegen mehrere Artikel der europäischen Menschenrechtskonvention verstoßen habe.

Sablina hofft auch auf eine Änderung der russischen Gesetze. „(Die Ärzte) sind einfach mit einem Aktenkoffer gekommen und haben sich genommen, was sie wollten“, sagt die Mutter, die nach eigenen Worten einer Organspende nie zugestimmt hätte. „Wer hat ihnen das Recht dazu gegeben?“

Nach russischem Recht ist Vorgehen der Ärzte legal

Russland geht bei der Organspende wie mehr als ein Dutzend weitere Staaten in Europa von einer „mutmaßlichen Einwilligung“ der Betroffenen aus, solange diese zu Lebzeiten nicht ausdrücklich widersprochen haben. In anderen Ländern wie Deutschland und Großbritannien muss eine Zustimmung zur Entnahme vorliegen.

In einigen Staaten mit Widerspruchsregelung, darunter Spanien und Belgien, halten die Ärzte vor der Organentnahme noch einmal Rücksprache mit den Angehörigen. In Russland hingegen holen die Mediziner nicht immer vorab die Zustimmung der Familien ein.

Gesetzesänderung geplant

Ein aktueller Vorschlag für eine Gesetzesänderung in Russland sieht nun vor, dass die Ärzte binnen zwölf Stunden nach dem Tod eines Menschen dessen Hinterbliebene über die Absicht zur Entnahme von Organen oder Gewebe informieren müssen. Dann hätten die Familien noch Zeit zu widersprechen. Eine ausdrückliche Zustimmung wäre aber auch demnach nicht notwendig. Wann sich das Parlament mit dem Vorschlag befassen wird, steht noch nicht fest.

Kritiker sehen darin ohnehin nur eine Teillösung. Schließlich verfüge Russland bei der Organspende noch nicht über eine funktionierende Infrastruktur, und die Menschen hätten keine praktikable Möglichkeit, eine Entnahme abzulehnen.

Herz und die Nieren wurden ohne zu fragen herausoperiert

Sablina und ihr Ehemann waren nach dem Autounfall der Tochter von ihrer Heimatstadt Jekaterinburg am Uralgebirge nach Moskau geflogen, um bei Alina im Krankenhaus sein zu können. Die Ärzte sagten ihnen, sie müssten sich auf das Schlimmste gefasst machen. Am fünften Tag hatten die Mediziner keine Zeit, mit Sablina und ihrem Mann zu sprechen, wie die Mutter sagt. Sie seien weggeschickt worden und hätten Alina an diesem Tag nicht sehen dürfen.

Am nächsten Morgen wurde Sablina von einem Bestattungsunternehmen angerufen und über Alinas Tod informiert. Von der Organentnahme erfuhr sie zufällig, als sie sich die Unterlagen zu einem Strafverfahren gegen den Unglücksfahrer durchlas. Ein Arzt hatte das Herz ihrer Tochter herausoperiert, ein zweiter die Nieren. Auch Teile von Alinas Hauptschlagader, ihrer Nebenniere und ihres rechten Lungenflügels wurden entnommen.

Anwalt: „Ärzte können die Familien problemlos ignorieren“

Sablina verklagte das Krankenhaus und zwei weitere beteiligte Institutionen. Ihr Anwalt Anton Burkow sagt, das russische Recht räume Ärzten einen zu großen Ermessensspielraum ein. „Jede Organentnahme wird ohne Zustimmung der Angehörigen durchgeführt“, erklärt er. „Ärzte können die Familien problemlos ignorieren, da es völlig legal ist, im Geheimen Organe zu entnehmen.“

Mutter prangert „grausames, menschenunwürdiges Gesetz“ an

Sablinas Antrag in Straßburg wurde laut Burkow mit Prioritätsstatus eingereicht. Bis zu einem Urteil könne es aber trotzdem noch zwei bis vier Jahren dauern. Dennoch sieht die Mutter in ihrer Klage vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte den Versuch, ihrer Tochter ein ehrendes Andenken zu bewahren. „Wenn ich nicht anfange, gegen ein solch unmenschliches, grausames Gesetz zu kämpfen, wenn ich einfach aufhöre und es vergesse, würde ich mein Mädchen verraten“, sagt sie. „Dieses Gesetz muss geändert werden. Es muss zu einem menschenwürdigen Gesetz werden.“

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China: Werden unschuldige Falun Gong-Praktizierende wegen ihrer Organe ermordet?

Es ist längst bestätigt, dass in China Hingerichteten die Organe entnommen und für Transplantationen verwendet werden.

Allerdings kursieren schon seit geraumer Zeit Gerüchte, dass Verbrechen an unschuldigen Falun Gong Praktizierenden verübt werden und diesen bei lebendigem Leibe die Organe in Arbeitslagern brutal entnommen werden sollen.

Falun Gong ist eine aus China stammende religiöse Bewegung auf der Basis von Qi Gong (traditionelle chinesische Übungen zur Kultivierung von Körper und Geist). Diese wurde im Westen hauptsächlich durch das Verbot 1999 in China und die darauffolgende staatliche Verfolgung bekannt. Falun Gong behauptet, unpolitisch und nur lose organisiert zu sein. Es engagieren sich aber viele Anhänger, um auf die Verfolgung von Falun Gong aufmerksam zu machen.

Wir von orgaNOs wollen herausfinden, ob diese schwerwiegenden Anschuldigungen der Wahrheit entsprechen und stehen diesbezüglich in direktem Kontakt mit Amnesty International. Derzeit kann dies aber noch nicht offiziell bestätigt werden.

Hier ein Auszug aus einem der Briefe, den wir erst kürzlich erhalten haben:

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Gravierende Fehler bei Hirntod-Diagnosen

Am Ende dieses Artikels finden Sie einen Link zu einem Video.  Hierbei handelt es sich um eine ARD-Reportage von Silvia Matthies. Sie sehen u.a. ein Interview mit dem Neurologen Dr. Hermann Deutschmann. Laut Report München untersuchte er von 2000 bis Ende 2005 230 Hirntodfälle im Raum Niedersachsen:

Die Untersuchung hat gezeigt“, so Deutschmann in Report, dass wir relativ häufig zu Patienten gerufen wurden, wo die behandelnden Ärzte glaubten, es läge der Hirntod vor, wir aber festgestellt haben, der Hirntod war noch gar nicht eingetreten, und das in der Größenordnung von 30 Prozent vergeblicher Einsätze.“

Anmerkung: 30% der Diagnosen waren falsch, was bedeutet, dass ein Drittel dieser Menschen NICHT hirntot war, was wiederum bedeutet, dass für ein Drittel dieser Menschen sämtliche gesundheitserhaltenden Maßnahmen zur Wiedergenesung sofort eingestellt und somit getötet wurden!

Deutschmann: „Das zeigt, dass das Thema Hirntoddiagnostik bei noch nicht allen Ärzten, noch nicht allen Intensivmedizinern insbesondere, angekommen ist und das Verständnis dafür fehlt.

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Unfassbar: Ein betroffener Vater erzählt …

Die traurige Geschichte eines betroffenen Vaters, dessen 24-jähriger Sohn verstorben ist und der auf schrecklichste Art und Weise erfahren musste, dass laut Gesetzgebung in Deutschland nur 1 mündlich ausgesprochenes Ja 1 Elternteiles für das Inkrafttreten der Maschinerie „Organentnahme“ ausreicht und als unwiderruflich gilt, solange eine Einspruchsfrist nicht schriftlich festgehalten wird.

Ein dramatisches Beispiel, das aufzeigt, wie wichtig es ist, bereits zu Lebzeiten einen schriftlichen Widerspruch verfasst zu haben.

Wir trauern mit Uwe Müller und empfinden das allertiefste Mitgefühl. Wir wünschen ihm alles erdenklich Gute für den weiteren Lebensweg und vor allen Dingen viel Kraft, um wieder Freude in seinem Leben finden zu können.

Herzlichen Dank an Uwe Müller, mit dessen Erlaubnis wir seinen Erfahrungsbericht hier online stellen (Original nachzulesen unter: www.robbymüller.de).

Hier der Erfahrungsbericht von Uwe Müller:

Liebe Freunde und Bekannte,
Werte interessierte Besucher und Gäste,
ich frage mich, wie ich diesen Bericht kurz einleiten könnte… Es war die schlimmste Zeit und die schrecklichste Erfahrung meines bisherigen Lebens. Ich , beinahe 48 und näher an der Rente als an der Jugend , hatte mir bisher noch keine Gedanken über Tod, Betreuungsverfügung oder Organspenden gemacht; geschweige denn die gesamten Gesetze und Verfahrensweisen hinterfragt…    Dies hat sich in den letzten Tagen durch den schrecklichen Unfall meines Sohnes und den daraus resultierenden Begleitumständen grundlegend geändert. Die Resonanz eines jeden Lesers sollte darin bestehen, eventuell getroffene Entscheidungen zu überdenken und sich umfassend über die Tatsachen zu informieren, die uns allen größtenteils verschwiegen werden. Ein Versäumnis in dieser Richtung ist irgendwann vielleicht unumkehrbar und bringt für Betroffene und Beteiligte ein viel größeres Maß an Leid als die so schon tragischen Schicksalsschläge, die wir gelegentlich ertragen müssen …

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Thema: Tagebuch eines Organopfers (Gedankenexperiment) und Kann ich auch unfreiwillig als Organspender enden?

Im Rampenlicht der „Nächstenliebe und Lebensretter“ versucht Vater Staat uns mit Halbwahrheiten zu blenden  – wie ein geschickter Illusionist manipulierend, der zur Ablenkung den Spot nur auf jenes Geschehen richtet, das wir sehen und glauben sollen, um zu vertuschen, was im Dunkeln wahrhaftig passiert. So ist es dann tatsächlich möglich, dass uns lebende Menschen für Tote verkauft werden, eine stark umstrittene und äußerst zweifelhafte Hirntod-Diagnostik als unfehlbar und sicher präsentiert wird und explantierende Ärzte  als rettende Helfer gefeiert anstatt als Mörder gerichtet werden.

Wozu der ganze Aufwand? Damit wir als gutgläubige und gefügige Lämmer möglichst freiwillig zum Schafott gehen, um uns dann auf stiefväterliche Weise im wahrsten Sinne des Wortes ins Messer laufen zu lassen, denn Vater Staat ist gierig – gierig aufs Geld – sehr viel Geld, das mit unseren Organen verdient werden kann. Und dazu ist jedes Mittel recht. Da drängt sich die Gretchenfrage auf: „Wie hältst du`s mit der Wahrheit?“

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