Gravierende Fehler bei Hirntod-Diagnosen

Am Ende dieses Artikels finden Sie einen Link zu einem Video.  Hierbei handelt es sich um eine ARD-Reportage von Silvia Matthies. Sie sehen u.a. ein Interview mit dem Neurologen Dr. Hermann Deutschmann. Laut Report München untersuchte er von 2000 bis Ende 2005 230 Hirntodfälle im Raum Niedersachsen:

Die Untersuchung hat gezeigt“, so Deutschmann in Report, dass wir relativ häufig zu Patienten gerufen wurden, wo die behandelnden Ärzte glaubten, es läge der Hirntod vor, wir aber festgestellt haben, der Hirntod war noch gar nicht eingetreten, und das in der Größenordnung von 30 Prozent vergeblicher Einsätze.“

Anmerkung: 30% der Diagnosen waren falsch, was bedeutet, dass ein Drittel dieser Menschen NICHT hirntot war, was wiederum bedeutet, dass für ein Drittel dieser Menschen sämtliche gesundheitserhaltenden Maßnahmen zur Wiedergenesung sofort eingestellt und somit getötet wurden!

Deutschmann: „Das zeigt, dass das Thema Hirntoddiagnostik bei noch nicht allen Ärzten, noch nicht allen Intensivmedizinern insbesondere, angekommen ist und das Verständnis dafür fehlt.

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Arztopfer: Wie Patienten büßen müssen

  • Gemäß Artikel „Wenn der Arzt gepfuscht hat“ von WZ-Newsline vom 21. Jänner 2014 verursachen nach aktuellen Schätzungen Behandlungsfehler in deutschen Krankenhäusern jährlich in rund 190 000 Fällen gesundheitliche Schäden bei Patienten.
  • Der neue AOK Krankenhaus-Report wurde vorgelegt: 19.000 Tote durch Klinik-Fehler
    Die AOK hat den Krankenhaus-Report 2014 ihres Wissenschaftlichen Instituts (WidO) vorgelegt. Die zentralen Aussagen des Reports: Bei jeder hundertsten Krankenhausbehandlung passiere ein Behandlungsfehler. Für jeden 1000. Patienten sei der Fehler tödlich. Das wären pro Jahr in Deutschland 19.000 Tote durch Fehler in Kliniken – fünf Mal so viele wie es Verkehrstote gibt.
  • Das Robert-Koch-Institut geht von jährlich etwa 40.000 offiziellen Schadensfällen in Deutschland aus. So kommen bei fünf bis zehn Prozent der im Krankenhaus behandelten Patienten unerwünschte Ereignisse vor, hiervon sind zwischen 30 und 50 Prozent vermeidbar.
  • 18. Juni 2013: Anzahl der Beschwerden gestiegen – Arztfehler häufig bei Kniegelenken
    Berlin. Mehr als 12 000 Beschwerden zu Kunstfehlern sind im vergangenen Jahr bei der Bundesärztekammer eingegangen. In etwa jedem dritten bearbeiteten Fall lag tatsächlich ein Behandlungsfehler vor, berichtet rp-online.de
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