Eine Nierentransplantation erhöht das Risiko auf Hautkrebs

Erhöhtes Melanomrisiko durch Einnahme von Immunsuppressiva nach Nierentransplantation

Muss ein hellhäutiger Mensch eine Spenderniere erhalten, steigt nach der Transplantation das Risiko auf Hautkrebs. Bei Menschen mit dunkler Hautfarbe und bei Asiaten sowie Hispanics hingegen steigt das Risiko nicht. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie aus den USA.

Die Forscher besahen sich die Daten von 104.174 Männern und Frauen. Sie alle hatten zwischen 2004 und 2012 eine Lebendorganspende bekommen, da sie eine neue Niere benötigten. In den folgenden Jahren erkrankten 488 dieser Personen an einem Melanom, also bösartigem Hautkrebs.

Die Zahl 488 klingt bei dieser großen Patientengruppe sehr klein und tatsächlich liegt die persönliche Gefahr einer Person bei nur 0,46 Prozent. Dennoch ist im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung das Risiko sprunghaft angestiegen.

Immunsuppressiva als Auslöser

Den Grund für diese Risikosteigerung sehen die Forscher in der Vergabe von Immunsuppressiva. Die Medikamente müssen nach der Organspende meist ein Leben lang eingenommen werden, um das Risiko auf eine Abstoßung zu minimieren. Wie genau die Immunsuppression das Melanomrisiko steigert, kann man zwar nicht sagen, doch der Zusammenhang wurde deutlich.

Es spielt nämlich offenbar eine große Rolle, welche Medikamente die Patienten verschrieben bekommen. Die Wirkstoffe Azathioprin und Ciclosporin halten zwar das Immunsystem in Schach, sie haben aber auch eine bekannte, onkogene Wirkung, triggern also Tumoren.

Patienten, die Ciclosporin einnehmen mussten, vergrößerten ihr Krebsrisiko um 69 Prozent. Azathioprin hingegen wurde in der Studie nicht verwendet, da es allgemein als veraltert gilt. Ein weiterer Wirkstoff namens Sirolimus erhöhte die Gefahr um 46 Prozent.

Das Fazit der Studie lautet daher, dass Patienten nach einer Nierentransplantation einmal im Jahr zum Dermatologen gehen sollten, um im Zuge eines Hautscreenings frühzeitig ein Melanom zu entdecken. Wird Hautkrebs rechtzeitig diagnostiziert, ist die Prognose sehr gut. (Original-Artikel hier zu lesen)

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Interessante Stellungnahme einer Ethikerin aus der Schweiz …

Immer geht es um den Organ-Mangel. Das töne nach Bringschuld und sei kontraproduktiv, sagt die Ethikerin Ruth Baumann-Hölzle.

Die Schweiz hat mehrfach abgelehnt, dass toten potenziellen Spendern ohne Widerspruchserklärung Organe entnommen werden können. Entspricht es einfach nicht dem schweizerischen freiheitlichen Geist, dass wir uns staatlich vorschreiben lassen, was mit dem Körper nach dem Tod geschieht?

Ruth Baumann-Hölzle: Es geht mehr ums Vertrauen. Der Kanton Tessin hatte lange die höchste Spenderate, obwohl das kantonale Gesetz eher restriktiv war. Aber vor zirka 20 Jahren setzte sich ein Tessiner Arzt persönlich mit seinem Namen für Organspenden ein. Das hat gewirkt.

Haben die Schweizer zu wenig Vertrauen in die Ärzte?

Unser Gesundheitssystem ist jedenfalls sehr wirtschaftlich orientiert. Die Spitäler stehen in einem grossen Wettkampf – auch was die Zahl der Organtransplantationen betrifft. Es schadet dem Vertrauen ins System auch, wenn – wie kürzlich – bekannt wird, dass eine der am häufigsten gemachten Operationen, die Miniskusteilentfernung, meist zwecklos ist. Das Wissen um Übertherapierung spielt mit, wenn es darum geht, dass man sich als Lebender oder Angehöriger für eine Organspende entscheiden muss.

Die Leute trauten der Werbekampagne also nicht, die der Bund für mehr Organspenden gefahren hat?

Das ist schwierig zu beurteilen. Auf jeden Fall ist es kontraproduktiv, den Fokus immer auf den Organ-Mangel zu legen, das tönt nach Bringschuld. Es gibt keine Pflicht zur Organspende. Keiner muss ein schlechtes Gewissen haben, wenn er seine Organe nicht spenden möchte. Eine Organspende ist immer ein Geschenk. Kampagnen sollten aus meiner Sicht anders geführt werden.

Wie denn?

Mit mehr Wertschätzung den Spendern gegenüber und der Botschaft, dass die Spendebereitschaft nicht selbstverständlich ist, sondern man dankbar dafür ist. Am Unispital Zürich zum Beispiel pflanzten wir einmal einen Baum zum Dank für die Organspender.

Immerhin die Plakat-Kampagne war relativ offen geführt mit der Aufforderung, man solle sich mit der Frage befassen, egal, wie man entscheidet.

Das stimmt, die war gut. Ich vermute, dass es für die Spendebereitschaft hinderlich war, dass nicht alle Fragen ausdiskutiert wurden. Zum Beispiel die der Non-Heart-Beating-Donors. Während bei den primären Hirntoten zuerst das Hirn stirbt, ist es bei den NHB-Spendern umgekehrt: Wenn eine Genesung aussichtslos ist, können bei Patienten die lebenserhaltenden Massnahmen abgestellt werden, sodass ein Herzkreislaufstillstand eintritt. Dadurch wird sekundär der Hirntod ausgelöst. Die Organe müssen in diesem Fall rasch entnommen werden. Heute wird das am Unispital Zürich gemacht. Am Inselspital in Bern nicht. In Deutschland ist es verboten. In der Schweiz wurde nie eine breite Debatte darüber geführt, dabei wäre es für das Vertrauen wichtig.

Was fehlt noch?

Wichtig ist auch eine gute Organisation, sodass potenzielle Spender auch in peripheren Spitälern erkannt werden. Es schwingt bei vielen Menschen auch immer die Angst mit, dass ihnen Organe entnommen werden könnten, wenn sie noch Lebenschancen gehabt hätten. Diese Ängste sind ernst zu nehmen und anzusprechen. Denn der Hirntod ist keine naturwissenschaftliche Definition.

Wurden diese Unsicherheiten im Ausland, wo es mehr Spender gibt, tatsächlich besser thematisiert?

Vermutlich nicht, aber im Unterschied zu den meisten anderen Ländern konnten wir darüber abstimmen. Ich frage mich, ob die Widerspruchserklärung in anderen Ländern auch eingeführt worden wäre, wenn man dort hätte darüber abstimmen können. Das staatlich zu verordnen, finde ich in einem Rechtsstaat hochproblematisch. Ausserdem ist es auch für Ärzte und Pflegende belastend, wenn sie nicht wissen, ob der Tote das gewollt hätte. Soviel ich weiss, werden deshalb die Angehörigen in Österreich trotz Widerspruchslösung oft gefragt, ob sie mit der Organentnahme einverstanden sind. Wo umgekehrt wie in der Schweiz aber manchmal eine explizite Zustimmung des Patienten vorhanden ist, bin ich der Ansicht, dass der Wille des Spenders gelten sollte, auch dann, wenn die Angehörigen eine andere Haltung haben. (Hier der Original-Artikel)

Siebenter Todesfall nach Transplantation

PHILADELPHIA. Nach neuartigen Luftröhrentransplantationen durch den italienischen Chirurgen Paolo Macchiarini sind mittlerweile sieben von acht Patienten tot.

Die 26-jährige Yesim Cetir starb am Montag in einem Spital in der US-Metropole Philadelphia, wie ihr Vater auf Facebook mitteilte. Sie hatte sich 2012 und 2013 von Macchiarini künstliche Luftröhren einsetzen lassen und litt seitdem unter Komplikationen.

Macchiarini hatte zwischen 2011 und 2014 bei acht Patienten künstliche Luftröhren eingesetzt, die Eingriffe nach der von ihm entwickelten Methode galten als medizinische Sensation. Drei der Operationen fanden am renommierten Karolinska-Institut in Stockholm statt. Nur einer der Patienten überlebte – seine künstliche Luftröhre wurde 2014 in Russland wieder entfernt.

Yesim Cetirs Luftröhre war bei einer Operation in der Türkei beschädigt worden, bevor die Patientin sich der Operation in Stockholm unterzog. Später erhielt sie in den USA ein Spender-Organ. Macchiarini drückte in einer vom schwedischen Sender SVT veröffentlichten Erklärung sein Bedauern über Cetirs Tod aus.

Der Chirurg hatte 2011 weltweite Berühmtheit erlangt, als er zum ersten Mal eine künstliche Luftröhre einsetzte, die von den Stammzellen des Patienten besiedelt werden sollte. Der Mediziner zeigte sich in der Fachzeitschrift „The Lancet“ überzeugt vom Funktionieren seiner Methode. Als Fälschungen in dem Artikel entdeckt wurden und mehrere seiner Patienten starben, wurde Macchiarini vom Karolinska-Institut entlassen. Die schwedische Polizei ermittelt gegen den Arzt. (Originalartikel hier zu lesen)

Weihnachtsbaum der guten Wünsche …

Wir
wünschen
Euch ein frohes
Weihnachtsfest, ein
paar Tage zum Ausruhen und
Genießen, zum Kräfte sammeln für
ein neues Jahr. Ein Jahr ohne Seelen-
schmerzen und ohne Sorgen, mit soviel Erfolg,
wie Ihr braucht, um zufrieden zu sein, und nur so
viel Stress, wie Ihr vertragt, um gesund zu bleiben, mit
so wenig Ärger wie möglich und so viel Freude, wie nötig,
um 365 Tage rundum glücklich zu sein. Diesen Weihnachtsbaum
senden wir Euch mit vielen herzlichen Grüßen!

xmas_baum_2016

Organspende: Die verheimlichte Wahrheit — Terraherz

Mit einer Organspende nach dem eigenen Tod das Leben anderer retten – wer könnte schon etwas dagegen haben? Ist nicht das Fortleben eines anderen Menschen ein gewisser Trost für den eigenen Tod? Der bekannte Jurist Dr. Georg Meinecke ist entschieden anderer Meinung. Jahrzehntelang galt er als Deutschlands Patientenanwalt Nummer 1 und setzt sich seit seiner […]

über Organspende: Die verheimlichte Wahrheit — Terraherz

Leserbrief zum Thema Organspende und die Schattenseiten … Betroffene berichten

Leserbrief zu finden auf Nürtinger Zeitung / Wendlinger Zeitung

Rosemarie Körner, NT-Oberensingen. Zum Artikel „Organe, die Leben retten“ vom 10. November.

In Paulas Nachrichten wird sehr einfühlsam über die Notwendigkeit von Organspende berichtet, nur im allerletzten Satz sitzt wieder einmal der entscheidende Fehler: „. . . nach ihrem Tode . . .“. Nein, nicht nach dem Tode, sondern davor. Nur das Gehirn darf tot sein, der gesamte sonstige Organismus muss noch leben, denn wäre im Gewebe des Spenders bereits irgend eine Reaktion auf einen Tod, umgangssprachlich „Leichengift“ genannt, könnte das entnommene Organ nicht mehr beim Empfänger anwachsen.

Was heißt das in der Praxis? Niemand kann das Gehirn sehen und seinen Tod feststellen, das wird durch Untersuchungen festgestellt. Leider sind diese Untersuchungen in manchen Fällen nicht wirklich aussagefähig, das heißt, sie sind zu manipulieren. Häufiger als der Kommission der Stiftung Organtransplantation lieb ist hat sich gezeigt, dass solche als tot diagnostizierten Gehirne doch wieder den Weg ins Leben zurück finden, wenn man sie nur lässt. Zeit und Anregung wäre dazu notwendig.

Dem gegenüber steht aber ein riesengroßer Wirtschaftszweig der Pharmaindustrie, die nur an Transplantationen verdienen, nicht an der Gesundung von schwerst Verletzten.

Ich selber habe aufgrund einer solchen persönlichen Erfahrung meine Einstellung zu Transplantationen geändert. Mein Mann war als hirntot diagnostiziert von der Ärzteschaft als „menschliches Gemüse“ bezeichnet worden. Aber dass er heute mit nur geringen körperlichen Einschränkungen weiterlebt, können sie sich und mir nicht erklären. Deshalb ist es für mich sehr wichtig, immer wieder darauf hinzuweisen, dass die Transplantation von Organen nur von lebenden, aber hirntot diagnostizierten Menschen stattfinden darf. Die Entnahme von Organen muss unter Vollnarkose stattfinden, denn Hirntote empfinden noch Schmerzen. Wenn jemand sagt, dass er angesichts einer aussichtslosen persönlichen Perspektive Organe spenden möchte, finde ich das sehr ehrenvoll und mutig, aber die wenigsten Menschen kennen die Wahrheit der Organentnahme. Da müsste mal wirklich ehrlich und fair aufgeklärt werden.

Großbritannien: Hirntote wieder zurück im Leben

Hirntot und „ohne Hoffnung auf Genesung“: Ärzte stellen Maschinen ab – da wackelt Sam (22) mit dem Zeh

„Sie ist im wahrsten Sinne von den Toten auferstanden“

(Originalartikel auf RTL zu lesen) Nach einem Autounfall lag Sam Hemming aus Credenhill in der englischen Grafschaft Herefordshire im künstlichen Koma. Sie hatte schlimme Kopfverletzungen davongetragen, ihr Gehirn zeigte auf dem EEG keine Aktivitäten mehr. Ärzte sagten den Eltern, es gebe keine Hoffnung auf Genesung mehr und schalteten die lebenserhaltenden Maschinen ab. Dann wackelte die 22-jährige Jurastudentin plötzlich mit dem großen Zeh. Trotz ihrer schweren Verletzungen und entgegen aller Prognosen kämpfte sich Sam zurück ins Leben.

Das Auto, in dem Sam und ihr Freund saßen, hatte sich bei dem Unfall überschlagen. Tom Curtis (21) kam mit leichten Blessuren davon, Sam hingegen war durch die Wucht des Aufpralls durch die Scheibe geschleudert worden und auf der Fahrbahn gelandet. Ihr linkes Ohr wurde abgetrennt, vier Wirbel in ihrem Genick waren gebrochen, der Schädel schwer verletzt.

Nach einer sechsstündigen Operation hatten Ärzte Sam ins künstliche Koma versetzt. 19 Tage später teilten sie den Eltern mit, sie sollten sich besser auf das Schlimmste gefasst machen. Nachdem der Hirntod der jungen Frau festgestellt worden war, rieten sie ihnen, die Maschinen abzustellen. „Wir versammelten uns in ihrem Raum, um Lebewohl zu sagen. Sie schalteten die Maschinen ab und ich schrie“, erzählt Sams Mutter Carol der britischen ‚Dailymail‘. Doch dann geschah ein Wunder. Sam wackelte mit dem großen Zeh, als ein Sanitäter sie dort aus Versehen mit einem kalten Waschlappen berührte. „Die Computer zeigten plötzlich Hirnaktivität. Es war unglaublich“, erinnert sich Carol. Die Ärzte reagierten sofort und versetzten Sam zurück ins künstliche Koma.

Schon zuvor hatten sie den heiß-und-kalt-Test gemacht, jedoch keine Hirnaktivität festgestellt. „Niemand weiß, warum alle anderen Tests negativ waren. Hirnverletzungen sind komplex und unberechenbar“, sagt Sams Mutter. „Sie ist im wahrsten Sinne von den Toten auferstanden. Sammy sollte eigentlich nicht mehr leben. Sie hat die schlimmsten Verletzungen erlitten, die ein Mensch bei einem Unfall davontragen kann.“ Und trotzdem. Tage, nachdem Sam Hemming sterben sollte, wurden die lebenserhaltenden Maschinen erneut abgeschaltet – und die junge Frau atmete selbstständig weiter. Nur acht Wochen später war sie sogar so stabil, dass sie nach Hause konnte, wo sie nun mit ihrem Vater Jason und ihrer Mama Carol lebt, die ihren Job aufgegeben hat, damit sie sich rund um die Uhr um ihre Tochter kümmern kann. „Hätte sie nicht mit dem Zeh gewackelt, wäre sie heute nicht mehr hier“, sagt Carol der ‚Dailymail‘.

Bei dem Unfall war die linke Seite ihres Gehirns irreparabel beschädigt worden. Die rechte Seite jedoch war noch intakt, hat sich entwickelt und einige Funktionen der linken Gehirnhälfte übernommen, sodass Sam heute wieder gehen und sprechen kann. „Wegen dieser Fortschritte ist sie ein wandelndes Wunder. Die Ärzte waren völlig geschockt.“ Ganz langsam erholt sich Sam, sie bekommt täglich Physiotherapie, ist wegen einer posttraumatischen Belastungsstörung in psychotherapeutischer Behandlung. Ärzte arbeiten mit ihr zusammen, damit sich ihr Hirn noch weiter entwickeln kann. „Wenn ich Bilder von mir im Koma sehe, dann erscheinen sie mir unwirklich. Dass mein Zeh mir das Leben gerettet hat, ist einfach unglaublich. Ich bin dem medizinischen Team der Klinik, das mir geholfen hat, unendlich dankbar“, sagt die 22Jährige heute.

Sam hat große Pläne: Sie möchte wieder Jura studieren. „Vor dem Unfall wollte ich Anwältin werden und dieser Traum hat sich nicht geändert. Ich möchte noch immer Karriere im Rechtswesen machen.“

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