Transplantation als lebenslange Last …

Vor fünf Jahren wurden Charla Nash beim Angriff eines Schimpansen Augenlider, Nase, Lippen und Hände abgerissen. Sie erhielt eine totale Gesichtstransplantation, die dritte ihrer Art in den USA überhaupt. Nun stößt ihr Körper das Gesicht immer mehr ab – ein weltweit einmaliger Fall (Originalartikel von Deutschland Radio Kultur, Peter Kaiser).

Die ersten Gesichtstransplantationen begannen 2005 mit der Verpflanzung von Nasen, Kinn, Lippen und Wangen. Im Dezember 2008 wagte die Chirurgin Maria Simionow an der Cleveland Clinic in Ohio zum ersten Mal die Transplantation eines fast ganzen Gesichtes. Sie verpflanzte 80 Prozent des Gesichtes. Maria Simionow sagte damals zu dem Eingriff:

„Die Techniken sind bekannt, und sie werden täglich eingesetzt. Sie beinhalten das Ernten der Haut als Hauptkomponente. Es geht nicht darum, das Gesicht von jemandem zu nehmen und es auf einen anderen drauf zu setzen. Wir reden über die Hautummantelung, über Hauttransplantation.“

Transplantation als lebenslange Last

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Achtung Apple-User: automatischer iPhone-Organspende-Notfallpass!

Apple hat soeben sein neues iPhone Softwareupdate iOS 10 mit einem automatischen „Organspende-Notfallpass“ ausgestattet.

Dieser Notfallpass wurde in den Einstellungen automatisch bei „Organspende“ mit JA angegeben. Jeder iPhone-Nutzer ist somit jetzt automatisch ein Organspender.

Wenn man weiß, dass es diese Einstellung gibt, kann man es ändern, jedoch ist dies vielen Menschen nicht bewusst.

Rund 670 Millionen iPhones wurden seit 2013 weltweit verkauft. Das sind eine Menge Organspender auf einen Schlag. Die Daten werden automatisch in den USA von einer Organisation gespeichert und immer auf dem aktuellen Stand via Internet gehalten, wie der momentane Notfallpass eingestellt ist. Neben der Blutgruppe und privaten medizinischen Befunden, kann man allerlei zusätzliche Informationen preisgeben.

Hier die Anleitung zur Deaktivierung:
(Das neue iOS 10 Update-Programm; das Ihr aufgespielt habt, beinhaltet eine automatische Organspende-Freigabe!)

– Geht auf Telefon
– Kontakte
– Dein eigenes Profil (an erster Stelle) aufrufen
– Bis zum Ende scrollen
– ROTE Schrift: NOTFALLPASS anklicken
– Auf Organspender gehen
– Aufrufen und erkennen, dass er grundsätzlich mit !JA! angekreuzt ist
– Jetzt anklicken und auf NEIN Umstellung und Speichern

 

Forschungen zu Organspende-Kampagnen

Ja? Nein? Vielleicht?

Dr. Susanne Langer Kommunikation und Presse
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Originalartikel hier zu lesen)

Projekt erforscht Einstellungen zur Organspende

Seit zwei Jahren erforscht das Institut für Soziologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) in Kooperation mit dem Institut für Ethik und Geschichte der Medizin der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), was die Entscheidung gegen eine Organspende motiviert und welche Rolle die öffentliche Diskussion dabei spielt. Dafür interviewte das Projektteam 60 Personen aus dem gesamten Bundesgebiet, die einer Organspende skeptisch gegenüberstehen. Zusätzlich wurden über 80 Plakatmotive von Organspende-Kampagnen analysiert. Erste Ergebnisse der Studie werden bei der öffentlichen Podiumsdiskussion „Organspende zwischen Aufklärung und Reklame – ein Gespräch über Kampagnen, Medien und Kritik“ am Montag, 18. Juli, in der alten Universitätsbibliothek Erlangen diskutiert.

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