US-Firma will Hirntote vor dem Tod bewahren

Als offiziell tot gelten Menschen in den meisten Ländern erst, wenn ein Mediziner einen kompletten und unumkehrbaren Hirntod feststellt. Das klingt ziemlich endgültig. Doch eine amerikanische Firma will hirntote Patienten nun vor dem endgültigen Tod bewahren.

  • Ein Gesundheitsunternehmen will Hirntote zurück ins Leben holen.
  • Die Forscher erwarten sich bis 2017 erste Erkenntnisse.

Das Gesundheitsunternehmen „Bioquark“ forscht an sogenannten Reparatur- und Reanimationstechniken, mit denen der Hirntod in Zukunft nicht mehr das endgültige Todesurteil sein muss. „Wir bekommen immer wieder gesagt, dass der Hirntod unumkehrbar ist und als ‚Endstation‘ angesehen werden kann, “ sagt „Bioquark“-Chef Ira Pastor.

Regeneration des „toten“ Hirns soll möglich werden

„Während es natürlich stimmt, dass es dem Menschen an substantiellen Regenerierungs-Fähigkeiten im zentralen Nervensystem fehlt, können viele andere Spezies wie einige Fische, Amphibien oder auch Würmer ihr Gehirn und Teile des Stammhirns reparieren, regenerieren und re-modellieren – trotz vorausgegangenem lebensbedrohlichem Trauma,“ erklärte Pastor. Deshalb sollte das – mit Hilfe von modernster medizinischer Technik – auch bald beim Menschen möglich sein. Pastor ist neben Dr. Sergei Paylian, dem Gründer von Bioquark, Mitglied des beratenden Gremiums des Projekts „ReAnima“.

Forschung soll an Patienten stattfinden

„Die Mission des ReAnima-Projekts ist es, sich auf klinische Forschung in Sachen Hirntod oder unumkehrbarem Koma zu fokussieren; an Patienten, die die Kriterien für einen Hirntod schon erfüllen, aber immer noch mit lebenserhaltenden Maßnahmen vor dem Tod bewahrt werden – ein Zustand, der in vielen Ländern als ‚lebender Kadaver‘ betitelt wird,“ so Pastor gegenüber „MailOnline“. Das Team des Projekts will 15- bis 65-jährige Individuen untersuchen, die für hirntot erklärt wurden, aber dennoch am Leben sind.

Ambitionen könnten Leben retten

Außerdem sollen Techniken, die beispielsweise Laser, aber auch Stammzellen umfassen, zum Einsatz kommen – alles unter ständiger Beobachtung per Kernspin, um eventuelle Hirnaktivitäten beobachten zu können. Bis 2017 erwartet sich Pastor erste Erkenntnisse: „Wir glauben, dass wir kurz vor dem Punkt stehen, an dem die Begriffe  ‚Koma‘ und ‚Hirntod‘ verschwimmen“, sagte er MailOnline. Falls die Ambitionen von „ReAnima“ erfolgreich sind, könnte das vielen Menschen das Leben retten (hier der Originalartikel zu lesen).

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