Jeder fünfte Arzt ist eine Gefahr für Patienten

Die Welt 13.09.15: Patientenschützer wollen Ärzten, denen Behandlungsfehler unterlaufen, schnell die Zulassung entziehen. Tatsächlich leiden viele Mediziner unter Überlastung, Alkohol, Demenz oder Selbstüberschätzung.

10-20% aller Ärzte sind der Einschätzung von Medizinwissenschaftlern zufolge so überlastet, dass sie zur Gefahr für Patienten werden können. Patientenschützer schätzen, dass ein signifikanter Teil der Behandlungsfehler – allein der Medizinische Dienst der Krankenkassen bestätigte für das vergangene Jahr 3800 solcher Fehler – auf Ärzte zurückzuführen sind, die sich selbst überschätzen. Originalartikel hier weiterlesen.

Natürlich ist das aber nicht nur ein deutsches Problem, sondern eher ein globales.

Zum Beispiel wird in Großbritannien die Zahl „vorsichtig“ auf 10.000 alkohol- und drogensüchtige Ärzte „geschätzt“. Sogar die Schweiz ist hier nicht neutral, fand man auch hier, dass rund 11% der Ärzte stimmungsverändernde Mittelchen zu sich nehmen oder nahmen.

Neuere Daten legen aber dabei nahe, dass das Problem „abhängiger“ Ärzte bisher bei weitem unterschätzt wurde!

In den USA entwickelt 1 von 10 Ärzten im Laufe seiner medizinischen Laufbahn Probleme i.e. Abhängigkeit von Drogen und/oder Alkohol. Und wie man sieht, schlucken nicht nur die Amerikaner gerne Tabletten, sondern stehen deutsche Ärzte dem in nichts nach.

Dazu befragte man gleich direkt Ärzte, (anonym versteht sich, sonst würde wahrscheinlich keiner den Mund aufmachen), sozusagen etwas von hinten herum, ob diese, um ihrem beruflichen Stress besser Herr werden zu können, Alkohol oder Medikamente zu sich nehmen.

1 von 10, oder 10 von 100, also 10 Prozent bejahten das, ja untermauerten dies sogar, indem sie zugaben, dass dies „stark auf sie zutreffe“. Weitere 20 Prozent – jetzt sind wir schon bei einem Drittel des Berufsstandes angelangt (20% + 10%) – gaben zu, entweder teilweise oder sogar überwiegend zur Flasche oder Pillendose zu greifen, um Druck abzubauen.

Bei ca. 365.000 praktizierenden Ärzten in Deutschland bedeutet das, dass ca. 122.000 Ärzte entweder schon süchtig oder zumindest Grenzgänger sind.

Wenn Sie also selbst zum Arzt oder ins Krankenhaus müssen, stehen Ihre Chancen auf einen „nüchternen“ Arzt zu treffen bei 2:1 oder anders gesagt, Ihr Risiko liegt bei einem Drittel, dass der Mann oder die Frau im weißen Kittel in Wirklichkeit „blau“ oder „auf Droge“ ist.

Wenn Ihr Arzt oder Ihre Ärztin Sie also ersucht, zur nächsten Untersuchung „nüchtern“ zu kommen, sollten Sie ihn oder sie vielleicht angesichts der Daten um das gleiche ersuchen.

… Auszug aus unserem neuen Flipbook „Die F/Akten über das Medizin-Unwesen“ unter http://www.organosprotection.com/fakten.html

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