Offener Brief an Komiker Ralf Schmitz bezüglich seinem Organspende-Werbespot(t)

 

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Sehr geehrter Herr Schmitz,

mit großer Bestürzung sind wir auf Ihren Werbespot(t) für die Organspende „Kein Witz!“ und auch Ihr Interview, in dem Sie Ihre Beweggründe dafür erläutern, gestoßen und müssen Ihnen, entgegen Ihrer Meinung:

Humor dient als Türöffner, um festzustellen, ach so schlimm ist es gar nicht… Und gerade bei diesem Thema darf Humor ganz viel, ich trete niemandem auf die Füße (…) man muss es so wirklich sagen, dass es wirklich eine gute Sache ist“,

leider mitteilen, dass Sie damit völlig falsch liegen. Ich will Ihnen das gerne wie folgt begründen:

1. Auf der einen Seite, Herr Schmitz, haben wir die Organempfänger. Sehr kranke Menschen, die sich in ihrer Verzweiflung und Hoffnung auf ein besseres Leben sogar Organe von fremden Menschen einpflanzen lassen – oft mehrfache Operationen dafür notwendig sind, da das fremde Organ gleich zu Beginn abgestoßen wird. Ca. 30% von ihnen werden bereits im 1. Jahr sterben, weitere wenige Jahre später in Folge von Krebserkrankungen, Nierenversagen usw., verursacht durch die Immunsuppressiva, die sie gezwungen sind ein Leben lang einzunehmen. Von den psychischen Belastungen jetzt einmal ganz zu schweigen.

2. Auf der anderen Seite haben wir die Organspender, sterbende Menschen, die zum Zeitpunkt der Hirntod-Feststellung noch leben und de facto durch die Organexplantation grausam getötet werden.

3. Weitere Problematik: Untersuchungen haben gezeigt, dass es mitunter häufig zu Hirntod-Fehldiagnosen kommen kann und somit auch Patienten, die ev. noch eine Chance auf Genesung gehabt hätten, „irrtümlich“ als Organspender enden (https://organosinfo.wordpress.com/2014/03/03/gravierende-fehler-bei-hirntod-diagnosen/).

So viel zu „ach so schlimm ist es gar nicht..“

Und nun zu: „eine wirklich gute Sache“: Ein Fall, der sich vor ein paar Monaten in Indien ereignete: Ein 8-jähriges Mädchen wurde wegen Dehydrierung ins Krankenhaus

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Resümee: Der „wahre“ Matthias Steiner – Nichts schockiert ihn, was seinen Mitmenschen angetan wird

Matthias Steiner.rtf

Anfang Oktober 2013 haben wir Matthias Steiner erstmals auf seine Organspende-Kampagne angesprochen, unter der Annahme, dass er von den wahren Hintergründen und verschwiegenen Schattenseiten dieses Themas wahrscheinlich keine Ahnung hat und daher rein als Werbeträger „benutzt“ wird.

Unser Ziel war ihn entsprechend darüber aufzuklären bzw. ev. ein Umdenken zu bewirken – ganz im Sinne von Sokrates „Richtige Erkenntnis führt zu richtigem Handeln“.

Wie sich leider herausstellte, war dies ein großer Irrtum.

Zusammenfassend kann nur ein schlechtes und sehr bedenkliches Zeugnis für ihn ausgestellt werden:

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