Arztopfer: Wie Patienten büßen müssen

  • Gemäß Artikel „Wenn der Arzt gepfuscht hat“ von WZ-Newsline vom 21. Jänner 2014 verursachen nach aktuellen Schätzungen Behandlungsfehler in deutschen Krankenhäusern jährlich in rund 190 000 Fällen gesundheitliche Schäden bei Patienten.
  • Der neue AOK Krankenhaus-Report wurde vorgelegt: 19.000 Tote durch Klinik-Fehler
    Die AOK hat den Krankenhaus-Report 2014 ihres Wissenschaftlichen Instituts (WidO) vorgelegt. Die zentralen Aussagen des Reports: Bei jeder hundertsten Krankenhausbehandlung passiere ein Behandlungsfehler. Für jeden 1000. Patienten sei der Fehler tödlich. Das wären pro Jahr in Deutschland 19.000 Tote durch Fehler in Kliniken – fünf Mal so viele wie es Verkehrstote gibt.
  • Das Robert-Koch-Institut geht von jährlich etwa 40.000 offiziellen Schadensfällen in Deutschland aus. So kommen bei fünf bis zehn Prozent der im Krankenhaus behandelten Patienten unerwünschte Ereignisse vor, hiervon sind zwischen 30 und 50 Prozent vermeidbar.
  • 18. Juni 2013: Anzahl der Beschwerden gestiegen – Arztfehler häufig bei Kniegelenken
    Berlin. Mehr als 12 000 Beschwerden zu Kunstfehlern sind im vergangenen Jahr bei der Bundesärztekammer eingegangen. In etwa jedem dritten bearbeiteten Fall lag tatsächlich ein Behandlungsfehler vor, berichtet rp-online.de
  • 29. Oktober 2013: Hirnschaden nach Hüftoperation in Mainz – Gericht sieht Arztfehler
    berichtet die allgemeine-Zeitung.de
  • 23. November 2013: Arztfehler – Gericht schlägt Vergleich von 1,5 Millionen vor
    Nach einer Schilddrüsen-Operation in einer Klinik in Herne war es vor neun Jahren zu Blutungen und Sauerstoff-Mangel gekommen. Das Opfer, eine heute 41-Jährige, lag vier Monate im Koma und ist seitdem auf Betreuung und Pflege angewiesen, berichtet rp-online.de
  • Bei einer Überprüfung von Hirntoddiagnosen durch die DSO selbst wurde kundig, dass 42% der überprüften Diagnosen falsch waren.
    So heißt es im Deutschen Ärzteblatt vom 12. Mai 2006: „Nicht wenige Organspenden scheitern, weil der Hirntod nicht schnell genug festgestellt wird – unnötigerweise, wie Kritiker sagen. (…) „Nicht selten werde zudem der Hirntod von Ärzten in kleineren Krankenhäusern, aber auch in Unikliniken fälschlicherweise vermutet oder nicht exakt nach den Richtlinien der Bundesärztekammer festgestellt. Das DSO-Team aus Niedersachsen etwa habe bei knapp 50 Untersuchungen 21-mal den Hirntod nicht sichern können.“
  • 6% derer, die in Österreich eine Schilddrüsenoperation hatten, landeten anschließend auf der Intensivstation.
  • In den USA hat eine Untersuchung des Institute of Medicine ergeben, dass es in den Staaten zu rund 98.000 Todesfällen durch ärztliche Fehler verursacht kommt. Jährlich.
  • Fast 300.000 Frauen mit gesunden Eierstöcken werden diese im Zuge einer Hysterektomie unnötig entfernt – jedes Jahr. Das „eigentlich“ Schlimme daran, viele sterben in Folge vorzeitig. Das ergab eine Studie veröffentlicht vom Journal oft the American College of Obstetricians and Gynecologists
  • Zehntausende Menschen erhalten Rückenoperationen wegen chronischer Schmerzen, trotzdem die Erfolgsaussichten auf Behandlungserfolg quasi nicht existent sind. Das ergab eine Untersuchung von Forschern der Dartmouth Medical School.
  • 10 Millionen Frauen werden völlig unnötigen Pap-Tests (Pap smears) zur Überprüfung von cervicalem (Gebärmutter) Krebs unterzogen, obwohl diese Frauen überhaupt kein Risiko mehr für die Krankheit haben, weil sie durch eine zuvor durchgeführte vollständige Hysterektomie gar keine Gebärmutter (Cervix) mehr haben. Zu diesem Ergebnis kam eine Untersuchung, die in der Zeitschrift der Amerikanischen Medizinischen Vereinigung veröffentlicht wurde.
  • Mehr als 10.000 Operationen zur „Vorbeugung“ von Schlaganfall werden jedes Jahr durchgeführt, obwohl sowohl der Nutzen dieser Operation nicht nur dubios, sondern sogar mehr zur Verschlechterung als zur Vorbeugung beitragen kann. Das fanden Forscher der berühmten Mount Sinai School of Medicine heraus.
  • Arztirrtum: Jugendlicher war vor vier Jahren hirntot erklärt worden
    Großbritannien: Der 17-jährige Brite Steven Thorpe erleidet lebensgefährliche Verletzungen. Seine Ärzte erklären ihn für hirntot und fragen seine Eltern auf mögliche Organspende an. Heute, vier Jahre später, studiert Steven Thorpe, weil der Vater dem Arzt nicht glaubte.
  • Toter wacht auf Seziertisch auf – Ein für tot erklärter Mann in Venezuela ist einem Zeitungsbericht zufolge auf dem Seziertisch wieder aufgewacht, als ein Gerichtsmediziner mit der „Leichenöffnung“ begann. „Ich bin wach geworden, weil der Schmerz unerträglich war“, sagte der 33-jährige Carlos Camejo nach einem Bericht der Zeitung „El Universal“. In dem Moment hätten auch die Gerichtsmediziner erkannt, dass etwas nicht stimme, denn aus dem Schnitt im Gesicht sei Blut gequollen. Daraufhin hätten sie versucht, die Wunde schnell wieder zu verschließen. (…) – Nachrichtenagenturen ©jba/Reuters

Diese Liste könnte beliebig fortgesetzt werden. Natürlich sind Ärzte auch nur Menschen, und Menschen machen bekanntlich Fehler. Allerdings kann es in diesem Bereich mit fatalen Folgen enden … für den Patienten.

Laut IfPS (Institut für Patientensicherheit) wird in Deutschland anders als z.B. in Irland kein zentrales Register geführt, in das die Gesamtheit aller zu begutachtenden Behandlungsfehlerfälle eingeht. Da es in Deutschland keinen gesetzlich geregelten Beschwerdeweg für Patienten mit dem initialen Verdacht auf einen Behandlungsfehler gibt, sind an der Begutachtung von Behandlungsfehlern und an der Regulierung von Ansprüchen von Fall zu Fall unterschiedliche Institutionen beteiligt (z.B. Haftpflichtversicherungen, Medizinische Dienste der Krankenkassen, Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen der Landesärztekammern).

Wie Sie im konkreten Fall bei einem Behandlungsfehler Ihres Arztes vorgehen können, darüber informiert Sie auch dieser Artikel: http://www.wz-newsline.de/home/ratgeber/geld-recht/wenn-der-arzt-gepfuscht-hat-1.1534292

„Gewöhnliche Sterbliche müssen für die Fehler selbst büßen. Wenn Ärzte oder Richter irren, büßen die anderen.“
George Bernard Shaw

Lesen Sie auch den von orgaNOs erstellten Organ-Opfer-Ausweis: Umfassende Aufklärung über das, was normalerweise totgeschwiegen wird: http://www.organosprotection.com/OrganOpferAusweisNEU.html

Advertisements

Ihre Meinung dazu

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s